Digitalisierung von Verpackungsprozessen: Erst standardisieren, dann automatisieren
Die Verpackungsindustrie steht vor tiefgreifenden Veränderungen. So rückt beispielsweise die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) mit neuen gesetzlichen Anforderungen näher. Recyclingfähigkeit, Materialnachweise und Konformitätserklärungen (bereits ab Sommer 2026) werden zur Pflicht.
Der Handlungsdruck ist groß, doch er eröffnet zugleich enorme Chancen.
Die Verpackungsindustrie steht vor einer digitalen Zukunft. Damit Digitalisierung ihr volles Potential entfalten kann, benötigt sie schlanke und standardisierte Prozesse mit klaren Abläufen und eindeutig definierten Zuständigkeiten. Erst auf dieser Grundlage lassen sich Effizienzgewinne, Ressourcenschonung und nachhaltige Kostenvorteile realisieren (vgl. Maag GmbH – Maag GmbH – Nachhaltigkeit trifft Effizienz: Neue Wege in der Verpackungsindustrie)
Für eine branchenweite, einheitliche Digitalisierung sind Standards über die gesamte Wertschöpfungskette notwendig. Nur wenn Zulieferer, Produktion, Handel und Recycling dieselbe „Datensprache“ sprechen, können Informationen fließen – und echte Transparenz entstehen.
Dies ist auch für die geforderten Konformitätserklärungen relevant. Gemäß Artikel 39 der PPWR handelt es sich dabei um eine schriftliche Selbsterklärung, mit der Erzeuger nachweisen, dass ihre Verpackungen alle Anforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung erfüllen. Ab dem 12. August 2026 sind diese für jede Verpackung verpflichtend. Hierfür müssen unter anderem Informationen zur Recyclingfähigkeit, zur technischen Dokumentation oder zugrundeliegende Normen und Spezifikationen zur Verfügung stehen. Theoretisch lassen sich diese Informationen auch in Excel-Tabellen erfassen. In der Praxis jedoch ermöglichen digitale Plattformen – etwa Tools wie PreZero Spot / Packaging Cockpit (PACO) – eine deutlich effizientere, schnellere und weniger fehleranfällige Verarbeitung bei erheblich reduziertem manuellem Aufwand.
Maag hat die dafür erforderlichen Strukturen bereits geschaffen. Wir sind in der Lage, den Verpackungsaufbau modular in unserer EDV abzubilden und sämtliche für die Konformitätsregelungen relevanten Informationen vollständig bereitzustellen. Unsere digitale Basis ermöglicht automatisierte Schnittstellen zu Partnersystemen und legt den Grundstein für eine datenbasierte Informationsflüsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Maag-Intern erlaubt sie automatisierte Bestellprozesse, eine fehlerfreie Abwicklung sowie die konsequente Vermeidung von Überproduktion. Das ist für uns ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit. Gleichzeitig profitieren unsere Kunden von erhöhter Flexibilität, hoher Liefertreue und einem geringen, gebundenen Lagerkapital.
Zusammenarbeit ist der Schlüssel.
Der Erfolg der digitalen Transformation hängt von der Kooperation aller Partner ab. Nur wenn Verpackungshersteller, Abpacker, Handel, Entsorgungswirtschaft, Materialproduzenten etc. ihre Daten standardisiert bereitstellen, entsteht ein durchgängiger Informationsfluss.
Dann lassen sich Verpackungen objektiv bewerten, Emissionen nachvollziehen und Kreisläufe schließen. Das ist die Basis einer funktionierenden, klimaneutralen Kreislaufwirtschaft – effizienter und kostengünstiger als heutige Insellösungen.
FAZIT:
Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zwei Seiten derselben Entwicklung. Wer Prozesse klar strukturiert und Daten konsequent nutzt, kann ökologische Ziele erreichen und gleichzeitig wirtschaftlich wachsen. Maag ist bereit. Die modulare Datenstruktur steht.
Jetzt brauchen wir Partner, die diesen Weg mitgehen– nicht irgendwann, sondern jetzt.
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